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Über die falsche Umsetzung der EN 13814schaustellerei

Die EN 13814 sorgt seit geraumer Zeit für Empörung und Unsicherheit unter den Schaustellern.

Über die falsche Umsetzung der EN 13814

Vor allem seit der erfolgreichen Klage gegen den TÜV Nord gerät eine Tatsache immer mehr in den Mittelpunkt: Von den Verantwortlichen war es nie geplant, die Norm auch auf alte Karussells anzuwenden. Der ursprüngliche Gedanke hinter der EN 13814 war, beim Bau von neuen Fahrgeschäften mit Hilfe neuer Vorschriften eine größere Sicherheit gewährleisten zu können. Alte Anlagen sollten von den Bestimmungen, die die Norm mit sich bringt, nicht betroffen sein und auch weiterhin nach einer älteren Norm übeprüft werden.
Lediglich in Deutschland wurde beschlossen, dass die Norm nicht nur bei neuen, sondern auch bei alten Fahrgeschäften greifen soll.

Der Widerstand wächst immer mehr

Diesen Sachverhalt kritisiert Heiko Schierenbeck, Schausteller und BSM-Fachberater. Am vergangenen Mittwoch erzielte er bei einer Klage gegen den TÜV Nord einen Erfolg. Seine Achterbahn "Black Hole", gebaut 1986, wird nun auch weiterhin nach einer älteren Norm geprüft werden.
Die Begründung des Richters, eine Bauaufsichtsbehörde könne nicht anordnen, was sie wolle, lässt sich seiner Meinung nach auch auf andere Karussells übertragen. Trotz des Erfolges bleibt die Frage, wie der TÜV Nord auf das Urteil reagieren wird – für ihn ist eine Berufung möglich.
Schierenbeck fordert Kollegen und Unterstützer außerdem dazu auf, auf ein Spendenkonto einzuzahlen, um anfallende Gerichtskosten tragen zu können, die im Falle einer solchen Berufung sehr hoch sein werden.

Bildmaterial: Kirmestagblatt
Verweise/Quellen: Website von Heiko Schierenbeck
Datum: 2014-10-18